Mölltaler Waldbüro - Ingenieurbüro für Forstwirtschaft
DI Andreas Palatin
A-9821 Obervellach, Untervocken 9


UID: ATU40899408

Öffnungszeiten:

Besuchen Sie uns bitte mit telefonischer Voranmeldung!

Informationspflicht gem. § 85 E-Commerce Gesetz

© 2017 Mölltaler Waldbüro - Ingenieurbüro für Forstwirtschaft Dipl.-Ing. Andreas Palatin

Telefon

04782 / 2287

Email

info@wald1.at

Was kann ein Wildtiermonitoring liefern?

Vieles in der Jagd ist subjektiv geprägt und beruht auf Mutmaßungen. Ein Monitoring soll belegbare und objektive Daten liefern und die Glaubwürdigkeit der Argumentation stärken.

 

Mit einem Monitoringprojekt führen wir Langzeitbeobachtungen der Hauptwildarten über mindestens ein Jahr durch. Dabei werden Wildaktivitäten sowohl bei Tag als auch bei Nacht mit Hilfe von Wildkameras und "normalen" Beobachtungen erfasst, protokolliert und ausgewertet. Die Aktivitäten werden sowohl in Zeiten mit Bejagung als auch in der Schonzeit erfasst. Daraus lassen sich viele praxisgerechte Erkenntnisse gewinnen.

Informationen aus dem Monitoring
  • Welche Wildart wird am häufigsten beobachtet?
    (Was ist die Hauptwildart im Revier?)

  • Wie ist das Geschlechterverhältnis der Hauptwildarten?

  • Wie kommen die Hauptwildarten räumlich und zeitlich vor?

  • Wo konzentriert sich das Wild zu bestimmten Zeiten im Revier?

  • Wie wirkt sich die Bejagung auf das Wild aus?

  • Welche Arten von Freizeitaktivitäten finden im Revier statt?

  • Wie wirken sich Freizeitaktivitäten auf das Wild aus?

  • Wie wirken sich Waldarbeiten auf das Wild aus?

  • Wie empfindlich reagieren die Wildarten auf Störungen?

  • Wann sind Wildarten am Tag und wann in der Nacht aktiv?

  • Was bietet der Lebensraum im Revier für das Wild?

  • Gibt es Ruhezonen und Rückzugsgebiete für das Wild?

  • Wo gibt es Schadenspotenziale?

  • Wo gibt es Schäden?

Rotwild in der Nacht

Im Zuge der Kärntner Jagdgesetznovelle kommt dem Abschussplan und seiner Erfüllung eine sehr große Bedeutung zu. Wild kann grundsätzlich nur dann erlegt werden, wenn es zu den gesetzlich erlaubten Zeiten (Jahreszeiten und Tageszeiten) sichtbar ist. Das Jagdgesetz regelt genau, welche Wildart an welchen Tagen im Jahr bejagt werden darf und es regelt auch genau, zu welchen Tageszeiten die Jagd ausgeübt werden darf. So darf aktuell im Zeitfenster von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis einer Stunde nach Sonnenuntergang auf Schalenwild gejagt werden. (Schwarzwildbejagung ist hier eine Ausnahme und anders geregelt).

Wenn der vorgegebene Abschussplan in unterschiedlichen Revieren leichter und schwerer erfüllt wird, kann dies sehr vielfältige Ursachen haben. Nicht immer sind die Ursachen alleine bei den Jägern zu suchen. Viele Jäger sind sich bewusst, welch wichtige Aufgabe der Jagd bei der Regulierung der Wildstände zukommt und sie nehmen diese Aufgabe auch ernst. Trotzdem kann es vorkommen, dass in einem Revier der Abschuss nicht erfüllt werden kann, während er im benachbarten Revier sogar übererfüllt wird. Dafür belegbare und argumentierbare Ursachen zu finden, hilft unser Monitoring. Der Lebensraum, das Wetter, die Jahreszeiten und Einflüsse durch Freizeitznaturnutzer, Waldarbeit und Jagd beeinflussen die Wildtieraktivitäten und wenn diese Faktoren über längere Zeit untersucht werden, können sich interessante Ansätze ergeben.

Passt der Abschussplan?

Auch diese heikle Frage muss erlaubt sein und ein Monitoring kann hier wertvolle und vor allem belegbare und objektive Daten liefern. Wenn man bei der Jagdausübung Beobachtungen und Erlegungen protokolliert und diese Daten noch mit den "Beobachtungen" der Wildkameras im Revier ergänzt, erhält man über einen längeren Zeitraum hinweg eine große Anzahl an objektiven Daten, die bei entsprechender Auswertung vielleicht ganz neue Sichtweisen ergeben.

Durchführung gemeinsam mit Jägern

Bei der praktischen Durchführung eines Monitoringprojektes können die Jäger selbst viele Daten erfassen und das Aufstellen der Wildkameras planen und organisieren. Wir koordinieren das Projekt, führen Lebensraumkartierungen und -analysen durch und wir bereiten die gesammelten Daten für die professioenelle Auswertung vor, die wir gemeinsam mit den Jägern durchführen.

Mit einem ganzjährigen Monitoring zeigt sich z.B. in welchen Monaten das Rotwild vermehrt nachtaktiv ist. Dann gilt es die Ursachen dafür zu ergründen und zu schauen, ob die Jagd überhaupt der Hauptfaktor ist, der die Tag/Nachtaktivität des Rotwildes bestimmt. Wenn man auch andere Naturraumnutzer mit einbezieht, ergeben sich eventuell ganz neue Sichtweisen und Argumente.

  • Instagram - Black Circle